Aktuell

Gedenken

Gedenken

Heute, am 18.4.2021, dem nationalen Gedenktag der Verstorbenen in der Pandemiezeit, werden wir vor dem LAVIAhaus in Ückendorf allen Menschen, die mögen, anbieten, eine Kerze für Ihre Verstorbenen dort vor Ort zu entzünden oder mitzunehmen. Wir haben viele rote Grablichte geschenkt bekommen und möchten das Erinnerungs-, aber auch Hoffnungslicht gerne weitergeben. Unsere Oberbürgermeisterin Karin Welge wird im Musiktheater im Revier eine Gedenkfeier für die in Gelsenkirchen verstorbenen Menschen gestalten und

Lavia

Rosarot

Simon ist dreizehn. Seine Mama hat sich vor 3 Jahren das Leben genommen. Er wohnt in Süddeutschland und er ruft mich von Zeit zu Zeit an. In der Coronazeit findet seine Trauergruppe nicht statt, nicht präsent und nicht online. Nun reden und schreiben wir beide hin und wieder. Karfreitagmorgen reden wir über seine Mama, die ihm so fehlt und für deren Tod er sich verantwortlich fühlt … denn hätte er

Lavia

„…und Papa nimmt meine Hand.“

Nadia ist acht Jahre alt, ihr Papa starb vor einem halben Jahr. „Haha! Du hast keinen Papa mehr, ich habe aber noch Papa und Mama!“ sagen manche Kinder aus ihrer Klasse. „Weißt du?“ sagt Nadia, das kleine marokkanische Mädchen. (Vorab: über euer liken dieser Seite und das Teilen der Seite Familientrauerbegleiterin Mechthild Schroeter-Rupieper freue ich mich sehr- so quasi als positive Rückmeldung für das Schreiben…? 😉 Danke!) „Weißt du? Ich

Lavia

Die Wirkung von warmen Kakao

Konrad ist 5 Jahre alt. „Ein Maxi-Kind im Kindergarten“, sagt er mir beim Kennenlernen. Seine Mama hatte einen Herzinfarkt und liegt im Krankenhaus auf der Intensivstation. Sie wird sterben. Konrad sitzt da so klein zwischen den anderen Erwachsenen. Viele weinen Dennoch: Es ist gut, dass er dabei ist, auch, wenn man ihm eine andere Umgebung wünschen würde. Aber es ist, wie es ist. Nicht dabei sein, macht die Sache nicht

Lavia

„Es bleibt schön, auch wenn es welkt.“

Ich sitze in der Küche, als das Telefon schellt. Diana, eine junge Mutter von 3 Kindern meldet sich und erzählt zögernd von dem Unfalltod ihres Vaters. Sie war mit den Kindern, die im Kindergarten- und Grundschulalter sind, und ihren Eltern nach einem Museumsbesuch im Café. Danach machten sie sich auf den Weg zum Auto. Und auf diesem Weg gab es in der Dunkelheit einen Verkehrsunfall. Der Vater, Opa und Ehemann

Lavia

Mutmach-Salbe

Heddas Papa ist gestorben und seitdem ist sie ängstlich geworden. Wenn man sie fragt, ob sie manchmal Angst hat, sagt sie „nur ein kleines bisschen“ und „das ist nicht so schlimm“. Sie ist acht Jahre alt und ein trauriges, starkes und gleichzeitig so empfindsames Mädchen. Sie übernimmt zu viel Verantwortung in der Familie, dabei ist die dafür noch zu klein. Dann sitzt sie mit Shade, der Trauerbegleiterin, zusammen und die

verändert

Verändert

Er ist 15 Jahre alt und sitzt Ende letzten Jahres mit seinem Vater bei mir am Küchentisch im LAVIAhaus. Die Mutter war nur kurz schwer krank, ihr Tod fühlt sich für beide so unwirklich an. Und jetzt sitzen die beiden Männer da, ruhige, ernsthafte Typen, die die Ehefrau und Mutter so liebevoll beschreiben. Wir reden, ich erkläre das eine und andere von Trauerreaktionen und als ich zum Schluss frage: „Habt

gestorben

ICH bin doch nicht gestorben!

Sie ist 74 Jahre alt. Vor einem Jahr starb ihr Mann ganz überraschend, jetzt fast ein Jahr später die Tochter. „Kann man dies überleben?“ fragt sie mich. Und: „Trauere ich jetzt doppelt oder größer?“ Ich arrangiere ein Treffen mit einer weiteren Frau, die gerade Rentnerin wurde, und deren Mann und Sohn ebenfalls im vorletzten und im vergangenen Jahr verstarben. Die beiden Frauen tauschen miteinander aus, einige Impulse meinerseits reichen, um

Knast

Knast

Er ist 14 Jahre alt, als er eines Tages nach Hause kommt und seine Mutter tot auf dem Fußboden liegend vorfindet.
Er ist 18 Jahre alt, als sein Vater stirbt.
 Er ist traurig, wütend, verzweifelt. Er weint.
 „Bist du ein Mann – oder bist du kein Mann?“ fragen, nein, sagen die älteren Geschwister, alle schon in eigenen Familien gesichert.
Sie wollen keine Tränen sehen. Warum nicht? Wahrscheinlich, weil es sie verunsichert, den

Bestattunghelfer

Bestattunghelfer*innen gesucht


Gretas Mama ist tot. Ihr Vater starb schon vor einigen Jahren.
 Greta ist erst vor kurzem 14 Jahre alt geworden und lebt seit einiger Zeit in einer Wohngruppe vom Kinder- und Jugendhaus St. Elisabeth. Viele von Euch haben sich vor einiger Zeit dafür eingesetzt, dass Greta ein Handy, eine Telefonkarte und ein Guthaben für das Handy bekommen konnte, um mit der Mutter, die damals noch auf der Intensivstation lag, durch

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